Badeempfehlungen für Säuglinge

Badeempfehlungen für Säuglinge

Neugeborene können regelmäßig (zwei- bis dreimal pro Woche) gebadet werden, sobald die Nabelschnur vollständig abgefallen ist. In der Regel geschieht das 4 bis 14 Tage nach der Entbindung.

Während des fünf- bis zehnminütigen Bades sollte die Raumtemperatur über 22°C, die Wassertemperatur bei 37 bis maximal 38°C liegen. Die Beigabe eines milden Badezusatzes für Babies und Säuglinge ist zu empfehlen, da sich dies in Studien als positiv für die Baby-Haut erwiesen hat. Wichtig: Lassen Sie Ihr Kind während es im Wasser ist nicht alleine, auch nicht in Anwesenheit von Geschwistern!

Nach dem Bad sollte der Säugling möglichst schnell mit einem weichen Handtuch abgetrocknet werden, damit es nicht zu einer Auskühlung kommen kann. Dabei ist Abtupfen als sanftere Methode dem Abreiben vorzuziehen. Anschließend sollten Sie Ihr Kind eincremen, da dies die natürliche Barrierefunktion der Haut stärkt.

Was Sie über Beikost wissen sollten

Was Sie über Beikost wissen sollten

Foto: (c) Kraftprotz, www.pixelio.de

Die Still- oder Flaschenzeit ist ungefähr vier bis sechs Monate nach der Geburt vorüber. Der Bedarf an Nährstoffen kann dann nicht mehr mit Milch gedeckt werden und es geht mit der sogenannten "Beikost" los.
Nach dem ersten halben Lebensjahr bildet sich das reflexhafte Saugen und Schlucken zurück, da sich der Körper beginnt auf feste Nahrung einzustellen. Ab sogfort ersetzt jeden neuen Monat eine Mahlzeit aus Brei die bis dahin gängigen Milchgaben. Die neue Essensphase beginnt mit einem Brei aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch. Diesem folgt ein weiterer aus Milch und Getreide sowie schließlich ein Brei bestehend aus Getreide und Obst.
Sie können nun beobachten, wie zunehmend Kaubewegungen einsetzen, so dass der Säugling bald auch etwas gröbere Nahrungsstrukturen zu sich nehmen kann.

Optimale Zusammensetzung der Beikost

In der ersten Phase, spätestens nach dem siebten Lebensmonat, benötigt das Kind vor allem Eisen, das für das Wachstum des/der Kleinen wichtig ist. Daher ist die Beigabe von tierischen Lebensmitteln, die eine bessere Verwertung von Eisen erlauben, besonders sinnvoll. Darüber hinaus liefert der in dieser Phase gereichte Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei auch die benötigten Vitamine.
Karotten sind ein guter Einstieg für den Säugling in die für ihn neue Welt des Gemüses. Weitere geeignte Sorten sind Brokkoli, Blumenkohl, Pastinaken und Zucchini. Rapsöl eignet sich sehr gut als nahrhafter Fettzusatz.
In der zweiten Phase steht dann die Calciumversorgung im Mittelpunkt. Die Vitamin-C-Versorgung während der Milch-Getreide-Phase kann am besten durch den Zusatz von Obstsäften gewährleistet werden. Als Getreide eignen sich die sehr eisenreichen Haferflocken.
In der dritten Phase (Obst und Getreide) sollten Sie darauf achten, diesen ohne Milch zu bereiten, da sich diese negativ auf die Eisenverwertung auswirkt. Auch hier ist wieder eine Rapsöl-Zugabe sinnvoll.
Außer den übrigen Milchgaben und der neuen Beikost benötigt Ihr Kind ungefähr 200ml Wasser täglich. Leitungs- und Mineralwasser oder ungesüßter Tee bietet sich hierfür an.

Fertigprodukte sind besser als mancher denkt

Beikost selbst zuzubereiten erscheint vielen gefühlsmäßig angemessener und gesünder als Fertignahrung für den Säugling. Doch Vorsicht: die Jodversorgung ist bei eigener Zubereitung selten ausreichend.
Anders die jodangereicherten Fertigprodukte, die den Empfehlungen der Experten folgen. Fisch erweist sich als guter Jodlieferant. Und noch etwas spricht für die industriell hergestellte Babykost. Sehr strenge Vorschriften sorgen dafür, dass faktisch keinerlei Giftstoffe in der Beikost enthalten sind. Allerdings werden auch "normale" Lebensmittel so gut überwacht, dass sie für die eigene Zubereitung der Säuglings-Mahlzeiten durchaus geeignet sind.
Dagegen enthalten Fertigprodukte erfahrungsgemäß einen (zu) niedrigen Fettgehalt, der sich in aller Regel unterhalb der Expertenempfehlung bewegt.

Wann von der Beikost auf normales Essen wechseln?

Die Beikost endet ungefähr mit Vollendung des ersten Lebensjahres, wenn das Kind selbständig zu essen und zu trinken beginnt. Dann heißt es, das Kind langsam an die normalen Nahrungsmittel des Alltags heran zu führen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Dortmunder Forschungsinstituts für Kinderernährung www.fke-do.de.

 

 

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